Maia-Stiftung

Haus Goldenbühl

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Hausbootferien im Elsass 2017

Dieses Jahr führten uns unsere Hausbootferien wieder ins Elsass. Der diesjährige Ausgangshafen befand sich in Hesse. Hesse liegt ca. 80 km westlich von Strassburg und ist ein kleines, niedliches Dorf mit 588 Einwohnern. Für die Reise mit dem Bus inkl. Pause planten wir etwa vier Stunden ein.

So hieß es für insgesamt neun Personen, fünf Bewohner und vier MitarbeiterInnen, Lebensmittel, Kleidung, Grill und noch vieles mehr zu packen.

Als der Tag der Abfahrt endlich kam, trafen wir uns morgens auf Goldenbühl. Zuerst beluden wir den Bus mit all den vielen Taschen, bevor wir voller Vorfreude, aber auch mit etwas Ungewissheit, uns auf den Weg nach Frankreich zu unserem Hausboot machten. Auf dem Weg dorthin machten wir Mittagsrast auf einer Autobahnraststätte um eine Stärkung zu uns zu nehmen. Nach einer kurzen Pause ging es weiter Richtung Hesse zu unserem Boot. Auf dem Weg dorthin fuhren wir u.a. durch die schönen Städte Freiburg und Strassburg.

In Hesse angekommen, wurden wir sehr freundlich von der Schiffsvermietung empfangen und in die Technik und in das Fahren des Hausbootes eingewiesen. Nachdem wir alles im Hausboot verstaut hatten, ging es auch schon los; dem Rhein-Marne-Kanal entlang, ostwärts in Richtung Lutzelburg.
Da es sehr warm war und die Sonne direkt auf das grosse Deck des Bootes schien, spannten wir kurz nach der Abfahrt den Pavillon auf, um schön im Schatten sitzen zu können. Nach kurzer Fahrt kamen auch schon die ersten Schleusen. Trotz defektem Bugstrahlruder am Boot meisterten wir alle Schleusen souverän.
Als es langsam Abend wurde, suchten wir uns unsere erste Anlegestelle. Wir fanden ein schönes Plätzchen mit Steg, befestigten das Boot und bereiteten das Abendessen vor. Da alle sehr müde von der Reise waren, ging es nach dem Abendessen nicht lang bis es still wurde auf dem Boot und alle in tiefen Schlaf fielen; nur Heinz hörte man ab und an mal im Hausboot herumlaufen.

Unser Hausboot verfügte über fünf Schlafzimmer und vier Nasszellen mit WC. Jede/r Mitarbeiter/in teilte sich ein Zimmer mit einem Bewohner; nur Carlo hatte ein eigenes Zimmer ganz vorne im Bug des Schiffes.

Am zweiten Tag erreichten wir am Nachmittag Lutzelburg. Auf dem Weg dorthin passierten wir nebst vielen kleine Schleusen auch das 44,55m hohe Schiffshebewerk St. Louis/Arzviller. Dieses eindrückliche Hebewerk wurde 1969 gebaut und ist bis heute in Betrieb. In einer grossen «Badewanne» (41,5m lang, 5,5m breit und 3,2m tief) werden die Schiffe nach unten und oben transportiert. Dabei kann man schön gemütlich auf dem Boot sitzen bleiben und zuschauen, wie sich das Hebewerk in Bewegung setzt.
In Lutzelburg gingen wir an Land um für alle Eis zu besorgen. Glücklicherweise gab es gleich um die Ecke welches. Anschliessend fuhren wir noch etwas weiter bis zu einem schönen Platz, wo wir gut anlegen konnten. Wir gingen alle zusammen vom Boot runter und machten einen kleinen Spaziergang entlang dem Kanal, während Benny das Abendessen vorbereitete. Es wurde ein ruhiger, gemütlicher Sommerabend und wir waren froh, dass es etwas abgekühlt hatte, denn tagsüber war es doch sehr heiss.

Am nächsten Tag fuhren wir wieder zurück das Schiffshebewerk hinauf, vorbei an Lutzelburg und auch vorbei an unserem Ausgangshafen in Hesse.
Kurz nach Hesse kamen wir an eine Gabelung des Kanals. Wir mussten uns entscheiden ob wir weiter nach Westen fahren oder ob wir in nördliche Richtung abbiegen wollten. Wir entschieden uns nach Norden Richtung Mittersheim weiterzufahren. Wieder kamen wir an vielen Schleusen vorbei. Doch diesmal bekamen wir an einem Schleusehäuschen eine Fernbedienung um die Schleusen schon vor Ankunft mit dem Boot mit Wasser zu füllen resp. dieses abzulassen. Damit sparten wir an Wartezeit an den Schleusen und wir kamen sehr flott voran.
In Mittersheim übernachteten wir in einem herzigen, kleinen Hafen. Direkt beim Hafen gab es ein kleines Restaurant. Wir kehrten ein und bestellten für alle Flammkuchen in verschiedenen Variationen. Es schmeckte vorzüglich!

So ging unsere Fahrt durch das Elsass weiter und wir sahen noch einige schöne Orte, Seen und Wälder. Nach einer Woche und mehreren Grillabenden machten wir uns wieder zurück auf den Weg in unserem Heimathafen, an dem wir unsere letzte Nacht auf dem Hausboot verbrachten. Am nächsten Morgen hiess es, alles wieder in den Bus zu packen und uns auf den Heimweg zu machen.

Müde aber glücklich und zufrieden kamen wir wieder auf Goldenbühl an. So endete ein weiterer gelungener Urlaub auf dem Hausboot. Rückblickend war es ein voller Erfolg für alle Beteiligten! Auf die nächsten Hausbootsferien freuen wir uns schon heute.