Maia-Stiftung

Haus Goldenbühl

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Hausbootferien im Elsass

Dieses Jahr haben wir uns auf ein neues Abenteuer eingelassen und hatten uns für eine Hausbootfahrt im Elsass entschieden. Was für alle Beteiligten Neuland war.

So hieß es für insgesamt acht Personen, vier Bewohner und vier Mitarbeiter, Lebensmittel, Kleidung und noch vieles mehr zu packen.

Am Samstag den 07 Juni war es endlich so weit, wir trafen uns morgens auf Goldenbühl. Zuerst beluden wir den neuen Bus, bevor wir voller Vorfreude, aber auch mit etwas Ungewissheit uns auf den Weg nach Frankreich zu unserem Hausboot machten. Auf dem Weg dorthin machten wir Mittagsrast auf einer Autobahnraststätte um eine Stärkung zu uns zu nehmen. Zur Freude von Roger befand sich auf der Raststätte ein kleiner Spielplatz mit einer Schaukel. Nach einer kurzen Pause ging es weiter Richtung Saverne zu unserem Hausboot.

In Lutzelbourg angekommen, wurden wir sehr freundlich von der Schiffsvermietung empfangen und in die Technik und in das Fahren des Hausbootes eingewiesen. Nachdem wir alles im Hausboot verstaut hatten, ging es auch schon los. Nach kurzer Zeit erreichten wir auch schon unsere erste Schleuse, die wir zu meistern hatten.

Das Hausboot verfügte über eine grosse Terrasse, auf der alle Bewohner mit ihren Schwimmwesten einen Platz fanden. Carlo musste zusätzlich noch gesichert werden, damit er nicht über Bord fällt. Michele, unser umtriebiger Bewohner,dem es normalerweise nur kurz gelingt ruhig sitzen zu bleiben, gelang es sobald fahrt aufnahmen, ruhig an Deck sitzen zu bleiben und die Fahrt zu geniessen. Nach kurzer Fahrt stand unsere erste Nacht auf dem Hausboot an.

Unser Hausboot verfügte über vier Schlafzimmer und vier Nasszellen. Jeder Mitarbeiter teilte sich ein Zimmer mit einem Bewohner. Carlo und Frank teilten sich ein Zimmer; für beide war es die erste Ferienfahrt mit dem Haus Goldenbühl. Carlo benötigt aufgrund seiner Behinderung viel Aufmerksamkeit und Unterstützung, so muss er nachts eine Windel tragen und tagsüber an Bord immer gesichert werden, damit kein Unfall passieren konnte.Thorsten und Roger teilten sich ein weiteres Zimmer sowie Benny und Jean-Luc. Traditionell teilte sich Sabine mit Michele ein Zimmer.

Am dritten Tag unserer Fahrt erreichten wir Saverne, wo wir einen Stadtausflug geplant hatten. Bevor wir in den Hafen einfahren konnten, erwartete uns eine sehr hohe Schleuse, welche sehr spannend zu durchfahren war. Im Hafen angekommen, starteten wir den Stadtausflug. Nach nur wenigen Metern mussten wir eine Brücke über die zuvor befahrene Schleuse überqueren. Michele bekam plötzlich Angstzustände und rannte auf die Strasse,er konnte nur mit enger Begleitung die Brücke überqueren. Michele bekam während des ganzen Stadtausfluges immer wieder Panik, wenn er ein Geländer oder eine Brücke sah. Wir mussten den Stadtausflug abbrechen . Michele hatte riesige Freude endlich wieder auf dem Hausboot zu sein.

Die nächsten Tage ging unsere Fahrt durch ein schönes und friedliches Elsass weiter, mit geselligen Grillabenden auf dem Hausboot. 

Bei einem Ausflug auf eine Burg konnten wir unser Boot von weit oben betrachten.

Weitere Highlights waren:

- Ein Schiffshebewerk, wobei unser Hausboot in einer " Wanne" 45 Meter angehoben wurde.

- Ein 2,5 km langer Tunnel, durch den wir mit unserem Hausboot fuhren.

- Ein Abendessen in einem typisch Elsässischen Wirtschaft mit Flammkuchen.

Auf einer längeren und rasanten Fahrt bei schlechtem Wetter kam von unserem Hausboot ein Alarm, wir hatten den Motor überhitzt, so dass wir eine längere Abkühlpause einlegen mussten.

Danach ging die Fahrt wieder zurück zu unserem Heimathafen, an dem wir unsere letzte Nacht auf dem Hausboot verbrachten. Am nächsten Morgen hiess es, alles wieder in den Bus zu packen und uns auf den Heimweg zu machen.

Müde aber glücklich und zufrieden kamen wir wieder auf Goldenbühl an. So endete unser erster gelungener Urlaub auf einem Hausboot. Carlo stieg allerdings gleich wieder in den Bus ein und wollte es nicht wahrhaben, dass unsere Bootsferien zu Ende sind. Rückblickend war es ein voller Erfolg für alle Beteiligten! Nur das Wetter hätte etwas besser sein können. Auf die nächsten Hausbootsferien freuen wir uns schon heute.