Maia-Stiftung

Haus Goldenbühl

Get Adobe Flash player

Als spezifisch anthroposophisch orientierte Bewegungstherapie berücksichtigt die Heileurythmie den ganzen Menschen mit Leib, Seele und Geist. 

Sie spricht den Menschen trotz seiner Behinderung in seiner Ganzheit an und fördert die Eigen­aktivität. Die in jedem Menschen veranlagten Selbstheilungskräfte werden durch die Bewe­gungsabläufe angeregt und gefördert. Gleichzeitig wird das seelische Erleben angesprochen, ge­ordnet und harmonisiert. Gerade dieser Umstand nimmt in der Seelenpflege eine unglaublich be­deutende Stellung ein. Der Behinderte hat dadurch die Möglichkeit, an einem Zipfel zu einer Selbsterfahrung zu kommen, die ihm an sein wahres, gesundes Wesen erinnert. 

In der Heileurythmie kann man an die ewige Entelechie des Menschen, an den geistigen We­senskern des Menschen anknüpfen, der nie behindert sein kann. Dies bezeugt, dass die meisten Behinderten die Heileurythmie als ein befreiendes Erlebnis erfahren. Die Heileurythmie wirkt auf die physisch-seelische Leiblichkeit des Behinderten. Sie lindert die Widerstände, die in der physischen Leiblichkeit veranlagt sind. Sie führt zu einer, wenn auch aus der Sicht der Gesamt­konstitution als keimhaft erlebten Verbesserung der Lebensumstände. Der Behinderung entspre­chend werden die Bewegungsabläufe in differenzierter Form aufgebaut (vergl. unten). So kennt die Heileurythmie spezielle Übungen die den Patienten einen Weg gehen lassen, der auf seine individuelle Situation zugeschnitten ist. 

Zur spezifischen Situation der Betreuten 

In der Heileurythmie arbeite ich ganz individuell für die spezielle Situation des einzelnen Be­treuten. Ich gehe von der Frage aus: “Welche Hilfestellung kann ich für die, wenn auch eine noch so keimhafte, Entwicklung des behinderten Menschen geben?“ Der andere Schwerpunkt liegt bei der Pflege des seelischen Lebenden durch die Beziehung, bzw. durch die innere Kraft, die der Heileurythmie zugrunde liegt. Konkret heisst das z.B.: 

-    Unterstützende Arbeit am Heuschnupfen, Kreislauf oder Asthma,

-    Arbeit an der Raumorientierung und der Verbindung mit dem Leib,

-    Überwindung der Schwere durch Eigenaktivität,

-    Bejahen lernen der seelischen Qualitäten. 

Die oben beschriebenen Gesichtspunkte sind nur die Schwerpunkte der Arbeit. Sie werden durch „flankierende“ Übungen ergänzt und vielseitig variiert. Es sind oft kleine, aber um so wertvol­lere Fortschritte.